Es gab in den Anfangsjahren des Internets viel Unsicherheit und auch Ängste in Bezug auf die neue Technik. Menschen würden vereinsamen, sich nicht mehr miteinander unterhalten, würden zu anonymen Nummern oder Avataren im virtuellen Raum, so die Befürchtungen. Dazu erschien es unwahrscheinlich, dass das Internet sich monetarisieren lassen würde, allenfalls galt es als Spielwiese für die IT-Freaks, der aber keine große Beachtung zu schenken sei. Die Kritiker und Skeptiker von einst haben längst begriffen, dass ihre Einschätzung sich nicht bewahrheitet hat und viele von ihnen sind den neuen Medien und Möglichkeiten gegenüber heute aufgeschlossen und nutzen sie.
Kommentare wie der von Udo Jürgens, der immer noch große Bedenken wegen der Technik und den Auswirkungen hegt, finden sich heute nur noch sehr vereinzelt und werden auch von Menschen der gleichen Generation belächelt. Denn eine eigene Homepage oder zumindest die Kompetenz, sich im WWW zu orientieren und sich die Möglichkeiten anzusehen, kann man heute auch bei den Senioren erwarten, die oftmals mit der richtigen Portion Neugier und Begeisterung an die Sache herangehen. Natürlich drohen im Internet grundsätzlich auch Gefahren, denn dort sind dieselben Menschen aktiv wie im Leben außerhalb des WWW, nur dass im Internet die Distanzen keine Rolle spielen. Die Gefahren sind damit auch vor allem für den Computer und die eigenen Daten vorhanden, doch ihnen kann man besser mit einem aktuellen Virenscanner und einer Firewall begegnen, als mit vollständiger Entsagung und Verdammung der Technologie. Denn das ist nicht nur konservativ, das ist ignorant und gibt in der Netzgemeinde viel Anlass zum Spott.